
Warum alte Maschinen Temperatur- und Schwingungsüberwachung benötigen
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Alte Maschinen (Legacy Machines) spielen in vielen Produktionsanlagen nach wie vor eine zentrale Rolle, verfügen jedoch oft nicht über moderne Sensorik oder eine Dateninfrastruktur. Da diese Geräte häufig von Verschleiß, Korrosion, unzureichender Schmierung oder inkonsistenten Einstellungen betroffen sind, können zwei Schlüsselparameter – Temperatur und Schwingung – als frühe Indikatoren für mögliche Ausfälle dienen. Studien zeigen, dass die Überwachung von Schwingungen und Temperatur dazu beiträgt, die Instandhaltung von reaktiv auf prädiktiv (Predictive Maintenance) umzustellen.
Beispielsweise kann eine ungewöhnlich hohe Lager- oder Journaltemperatur oder eine erhöhte Schwingung bei Motoren oder Pumpen frühzeitig erkannt werden, sodass präventive Maßnahmen vor einem vollständigen Ausfall ergriffen werden können.
Einfache, kostengünstige Ansätze zur schnellen Bewertung
Für ältere Maschinen, bei denen aufwendige Verkabelungen oder Großprojekte nicht realisierbar sind, bieten sich folgende Lösungen an:
1. Einsatz von einfach installierbaren kabellosen Sensoren
Sensoren wie der Dragino LHT65N VIB (Schwingungs- und Temperatursensor mit LoRaWAN-Technologie) oder der Milesight IoT Temperature Sensor lassen sich ohne umfangreiche Verkabelung installieren. Diese Lösung eignet sich besonders für schwer zugängliche Maschinen. Die Daten werden drahtlos an ein Gateway übertragen und ermöglichen eine 24/7-Überwachung.
2. Vergleich von Temperatur und Schwingung mit Baselines und Festlegung von Schwellenwerten
Intelligente Sensoren oder Software lernen nach einer Trainingsphase das „normale Verhalten“ der Maschine. Überschreiten Temperatur oder Schwingung einen definierten Schwellenwert, wird automatisch eine Warnung ausgegeben. Dies reduziert manuelle Inspektionen und ermöglicht eine schnellere Fehlererkennung.
3. Integration der Daten in bestehende Systeme oder einfache Dashboards
Auch wenn ältere Maschinen keine hochentwickelte Automatisierung besitzen, können Überwachungsdaten über ein einfaches Dashboard oder eine mobile App visualisiert werden. Sensoren oder Datensammler lassen sich an SCADA-Systeme oder Cloud-Speicher anschließen, was den Zugriff auf Informationen und schnelle Entscheidungen erleichtert.
Wichtige technische Hinweise für eine erfolgreiche Umsetzung
- Geeignete Sensorwahl für die Umgebungsbedingungen: Alte Maschinen stehen oft unter hohen Temperaturen oder Vibrationen. Sensoren sollten daher robust sein (z. B. IP67, hohe Betriebstemperaturen).
- Korrekte Installation der Sensoren: Vibrationssensoren müssen fest am Gehäuse montiert werden (Schrauben oder Magnet), entfernt von Störquellen. Fehlerhafte Montage führt zu unzuverlässigen Daten.
- Schwellenwerte an die Maschine anpassen: Nur weil Temperatur oder Schwingung hoch sind, bedeutet dies nicht automatisch einen Ausfall. Schwellenwerte sollten an das normale Verhalten der Maschine angepasst werden.
- Edge-Processing oder Datenreduktion: Bei Netzwerklimits können Vorverarbeitung und Filterung lokal am Sensor oder Gateway erfolgen, sodass nur relevante Daten oder Alarme übertragen werden.
- Kostengünstige Implementierung: Diese Lösungen lassen sich pro Maschine relativ preiswert installieren und bieten eine schnellere Kapitalrendite (ROI) als umfassende Großprojekte.
Vorteile für das Unternehmen
- Reduzierung ungeplanter Ausfallzeiten durch frühzeitige Fehlererkennung
- Verringerung von Notfallreparaturen und Verlängerung der Lebensdauer der Maschinen (potenzielle Kostenersparnis von 20–30 %)
- Mehr Kontrolle und Bewusstsein für alte Maschinen, die oft übersehen werden, aber problematisch sein können
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